Was ist vor der Anschaffung von Schlangenkopffischen zu beachten ?

Nicht immer geht alles friedlich zu in einem Channa Becken, man muß seine Fische immer gut im Auge haben. Foto by Paul Jones,Wales.
Nicht immer geht alles friedlich zu in einem Channa Becken, man muß seine Fische immer gut im Auge haben. Foto by Paul Jones,Wales.

Der erste Schritt vor der Anschaffung dieser Fische sollte sein, sich erst mal richtig zu informieren und viel darüber zu lesen. Die Möglichkeiten sind vielfältig, sei es in diversen Foren, bei Facebook, oder ganz klassisch mal in einem Buch. :-)

 

Empfehlenswert hierzu ist das Buch aus dem NTV Verlag von Nora Brede und Pascal Antler, *Schlangenkopffische*.

Auch auf der Webseite von Dirk Wojtkowiak gibt es weitere Informationen zur Haltung von Schlangenkopffischen. Hier auf Dirks Webseite wechseln. 

 

Hat man sich gut informiert, geht es an die Auswahl der Fische. Diese ist in erster Linie abhängig von der Größe des vorhandenen Beckens, aber auch davon, ob man eine tropische, oder subtropische Channa Art wählt. Subtropische Arten wie z.b. Ch.bleheri, oder Channa andrao sollte man nur in Betracht ziehen, wenn man den Tieren im Winter eine kühlere Phase von mindestens 8-12 Wochen bieten kann, wobei die Temperatur in dieser Zeit ca. 16 bis max.20 Grad betragen sollte. 

Kann man den Tieren diese kühle Phase nicht bieten, weil das Becken vielleicht im warmen Wohnzimmer in der Nähe des Kamins steht, sollte man unbedingt Abstand vom Kauf subtropischer Channa nehmen. Hält man diese Fische dauerhaft zu warm, treten Krankheiten, besonders Geschwüre auf und die Tiere gehen ein. Natürlich sollte man aber auch nicht hergehen und die Tiere vom 25 Grad warmen Wohnzimmeraquarium, z.b. in den Keller in ein 17 Grad kaltes Becken setzen, das verkraften die Fische nicht.

 

Eine Winterruhe bei subtropischen Channa setzt gesunde und gut genährte Tiere, sowie eine langsame Anpassung an die tieferen Temperaturen vorraus. Sind diese Voraussetzungen nicht erfüllt, sollte man unbedingt Abstand von einer Überwinterung nehmen. 

 

 

 Für Einsteiger geeignete Arten, wobei sich das geeignet auf die nicht so hohe Agressivität der Fische bezieht, sind Channa Andrao, Channa Bleheri, Channa gachua Arten, Channa melasoma und Channa orientalis.

Bei der Suche nach den Fischen sollte man möglichst versuchen, auf deutsche Nachzuchten zurückzugreifen. 

Hat man einen Züchter gefunden, erwirbt man nach Möglichkeit eine Jungtiergruppe von sechs Fischen, bei dieser Anzahl ist die Wahrscheinlichkeit hoch, Männchen und Weibchen zu erhalten. Diese Gruppe zieht man dann in eienm gut eingerichteten Aquarium groß, bis die Phase der Paarfindung beginnt.

Bei der Fütterung sollte man beachten, das man das Futter nicht immer an die gleiche Stelle im Becken gibt, die dominaten Tiere versuchen stets ihre Nahrungskonkurrenten vom Futter fernzuhalten und verbeißen sie von der Futterstelle. Dadurch kann eine enorme Schieflage in der Wachstumsgeschwindigkeit entstehen, dominante Tiere könen plötzlich doppelt so groß sein und den unterlegenen Tieren dann auch gefährlich werden. Deshalb sollte man von Anfang an immer mindestens in zwei Ecken des Beckens das Futter verteilen und darauf achten, das auch alle Fische immer etwas abbekommen.

 

Sondern sich zwei Tiere ab oder verstecken sich zusammen unter Wurzeln und beginnen mit Scheinpaarungen, d.h. sie fangen an umeinander zu schwimmen und sich zu umschlingen, ist es an der Zeit, die restlichen Fische aus dem Becken zu entfernen. Hat sich nämlich ein Paar gefunden und es beginnt zu balzen, wird es für den Rest der Gruppe im Becken recht ungemütlich. Das Paar fängt jetzt an die anderen zu attackieren und zu verbeißen, dabei kann es zu heftigen Verletzungen und wenn man nicht frühzeitig eingreift, auch zum Tod von anderen Fischen kommen.

Man sollte auch immer nach Möglichkeit das Paar im Becken belassen, macht man es nämlich umgekehrt und setzt das Paar in ein neues Becken, kann es ganz schnell wieder mit der Harmonie vorbei sein. Diese Phänomen kann man aber  auch bei älteren und gut harmonierenden Paaren beobachten. Setzt man sie in ein neues Becken, oder gestaltet das alte Becken komplett um, kann es zu heftigen Kämpfen mit schweren Beschädigungen kommen, oftmals muss man die Tiere dann erstmal trennen, um schlimmeres zu verhindern. 

Sehr wichtig ist es auch, stets ein kleines Ausweichbecken parat zu haben, in dem sich z.B. verletzte Tiere wieder erholen können.

Genauso wichtig ist es, Channa Becken immer sehr gut abzudecken, es dürfen keine Lücken in der Abdeckung vorhanden sein. Schlangenkopffische sind wahre Ausbrecherkönige und nutzen jedes Loch in der Abdeckung um auf *Entdeckungsreise* zu gehen. Ich benutze fast ausschließlich Glasscheiben, Plexiglas z.B. wird mit der Zeit sehr stumpf und *schluckt* dann sehr viel Licht. Glasscheiben lassen sich sehr gut mit Essigessenz, oder Zitronensäure reinigen.

 

Das wars dann erst mal an dieser Stelle mit Tips, alles weitere versuche ich dann unter den anderen Menüpunkten zusammenzufassen. Bei offenen Fragen, könnt Ihr mich auch gerne kontaktieren.

 

 

Kontakt