Innenfilter mal anders...

Die meisten käuflich zu erwerbenden Innenfilter haben in der Regel als Filtermedium einen einfachen Filterschwamm, das wars. Dazu ist die installierte Pumpe meist völlig überdimensioniert, das Ergebniss ist eine hohe Wasserumwälzung bei  minimaler Wasserfilterung. Außer ein paar Schmutzpartikel aus dem Wasser zu entfernen und dann umgehend zu verstopfen, taugen diese Filter nicht viel. 

Ein weiterer großer Nachteil herkömmlicher Innenfilter, beim Rausheben aus dem Becken fließt der gesammelte Mulm durch die Sogwirkung des Wassers wieder zurück ins Becken, schöne Sauerei und somit war die Filterung im Grunde umsonst.

Da ich gerne bastle, hab ich mir Gedanken gemacht, wie man einen Innenfilter konstruieren könnte, der all diese Nachteile ausschließt.

Ergebnis war, einen normalen Innenfilter in ein Gehäuse einzubauen, dieses mit Filtermaterial zu füllen und so gut abzudichten, das auch keine Jungfische hineingelangen können. 

Diese Filter verwende ich in Becken bis max. 80cm, für größere Becken verwende ich meine größere Variante, Bastelanleitung dazu gibt es hier.

 

Hier mal eine kleine bebilderte Bastelanleitung dazu:

 

Das benötigte Material:

1. Eine transparente Kunststoffdose mit Schraubdeckel 

2. Einen Mini Innenfilter

3. Eine scharfe Schere

4. Ein Cutermesser

5. Diverses Filtermaterial (Sinterglasringe, Filterwatte, Filterschaum)

6. Ein Stück Schlauch

 

 

 

 

 

 

Schritt 1

Mit dem Cuttermesser ein Loch in den Deckel der Dose schneiden, so das ein ca. 1cm breiter Rand stehen bleibt. 

Dieser Rand hält später den Schaumstoff im Behälter.

 

 

 

 

 

 

 

 

Schritt 2

Mit der Schere den Schaumstoff (sollte relativ grob sein) passgenau zuschneiden, sodas er in die Öffnug der Dose passt. Von Vorteil ist es, den Durchmesser des Schaumstoffes etwas größer als den Durchmesser der Dose zu wählen, hält beim Befüllen besser und fällt nicht in die Dose hinein.

 

Schritt 3

Das wars im Grunde schon mit der Bastelei, jetzt kann man den Filter zusammenbauen.

Ganz unten in die Dose mache eine Schicht feine Filterwatte, danach wird der Filter reingestellt und mit Sinterglasringen aufgefüllt, knapp über dem Filter mache ich meistens nochmal eine dünne Schicht feine Filterwatte, darüber eine Schicht grobe Filterwatte und zum Abschluß die runde Schaumstoffmatte.

Um den Schlauch des Filters durch die Matte zu bekommen, macht man mit dem Cuttermesser einen entsprechenden Schnitt, danach einfach den Deckel zuschrauben und fertig ist der Filter.

 

 

 

 

 

Das fertige Ergebnis

Für das Beispiel hier habe ich eine 1Liter Kunsstoffdose verwendet, je nach Aquariengröße erweiterbar, man muss auch nicht unbedingt einen elektrischen Innenfilter verwenden, ein Luftheber funktioniert natürlich genauso gut. Von diesen bin ich aber fast gänzlich abgekommen, da mir das Geblubber einfach auf die Nerven geht. :-) Auch die Anordnung der Filtermaterialien ist natürlich jedem selbst überlassen.

Der Filter muss vor dem Einbringen ins Aquarium natürlich mit Wasser gefüllt werden, eine lange Standzeit, sowie eine sehr gute biologische Filterleistung sind garantiert. Man sollte darauf achten, wirklich Sinterglas- und keine normalen Keramikringe zu verwenden. Sinterglas hat eine wesentlich höhere Besiedlungsfläche für Bakterien und wird mittlerweile auch in Stäbchen-, oder Kugelform angeboten.

Holt man den Filter irgendwann mal zum reinigen aus dem Becken, bleibt der ganze Dreck in der Dose und es fließt nichts zurück ins Becken.