Channa aurantimaculata

Einer der begehrtesten Schlangenköpfe überhaupt.

Channa aurantimaculata, Foto by Eric Er, Singapur
Channa aurantimaculata, Foto by Eric Er, Singapur

Channa aurantimaculta ist auf Grund seiner außergewöhnlich schönen Färbung und seiner imposanten Erscheinung einer der beliebtesten Schlangenkopffische überhaupt.

Mit immerhin 45-50cm Endgröße gehört er zu den mittelgroßen Channa Arten, entsprechend große Becken sollte man diesen Tieren zur Verfügung stellen. Mein ausgewachsenes Paar bewohnt in den Wintermonaten ein Becken mit den Maßen 200x60x60cm (BxTxH), in den Sommermonaten werden die Tiere einen Teich beziehen, der um einiges größer ist. 

Channa aurantimaculata stammt aus Indien (Assam) und zählt somit zu den subtropischen Arten, die über die Wintermonate eine kühle Phase brauchen.

Die Temperatur  in meinem Aquarium schwankt in dieser Zeit zwischen 16,5 und 18,5 Grad, die Tiere sind dann recht passiv und werden nur sparsam bis gar nicht gefüttert. Die Winterruhe dauert ungefähr von Anfang Dezember bis Mitte März, abhängig auch von den jeweiligen Aussentemperaturen.

Mit steigenden Temperaturen erwacht dann auch wieder das Temperament und der Hunger der Tiere. Gefressen wird im Grunde alles, was die Tiefkühltruhe hergibt, Channa aurantimaculata ist da nicht sehr wählerisch. Besonders gerne werden größere Krebstiere und dicke Regenwürmer gefressen.

 

Alle Schlangenkopffische sind ja recht gute Springer, aber Channa aurantimaculata sind die Ausbrecherkönige schlechthin. Alle Becken müssen lückenlos mit schweren Glasscheiben abgedeckt sein, auch sollte man nach dem Füttern nie vergessen, die Scheiben wieder richtig aufs Becken zu legen. 

 

Anfängern würde ich diese Fische nicht empfehlen, gerade etwas größere Jungfische können untereinander recht rabiat sein und es braucht schon eine gewisse Erfahrung im Umgang mit Schlangenköpfen, um diese Fische artgerecht zu pflegen.

Auch Aquarianer, die Wert auf ein schön bepflanztes Becken legen, sind mit diesen Fischen nicht gut beraten. Channa aurantimaculata ist in der Lage innerhalb weniger Tage das Becken komplett nach seinen Vorstellungen umzugestalten. Es werden Mulden gebuddelt, Steine unterhöhlt und Wurzeln verschoben, Stängelpflanzen sind deshalb nicht geeignet. Farne, Wassernabel und Hornkraut sind aber sehr gute Alternativen, die auch anspruchslos in der Pflege sind.

Eine etwas höhere Kiesschicht sollte man den Tieren deshalb bieten, für mein neustes Auranti Becken benutze ich etwas gröberen, gerundeten Rheinkies in 2-8mm Körnung.

Zum Wohlbefinden der Tiere sollte man ihnen auch eine etwas größere Höhle anbieten, diese werden sehr gerne als Versteck angenommen. Blumentöpfe aus Terrakotta sind da eine gute Wahl.

 

 

 

 

 

Atemberaubende Schönheiten, Channa aurantimaculata.  Foto by Paul Jones Wales.
Atemberaubende Schönheiten, Channa aurantimaculata. Foto by Paul Jones Wales.