Der beste Filter ist...

ein regelmässiger Wasserwechsel. Schlangenköpfe neigen dazu, erstmal alles was an Futter im Wasser schwimmt zu erbeuten und in sich hineinzustopfen und in einer ruhigen Ecke zu verschwinden. Oft war die aufgenommene Menge zu groß um alles problemlos runterzuschlucken, deshalb kann man die Fische öfter dabei beobachten, wie sie einen Teil des Futters wieder ausspucken. Hektisch wird dann alles was im Schlund ist hineingearbeitet und das ausgespuckte Futter wieder schnell eingesammelt bevor es ein anderer erwischen könnte. Oft fallen dann kleine Stückchen zwischen Pflanzen und gammeln vor sich hin. Hat man keine Turmdeckelschnecken im Wasser, die diese Reste beseitigen, kann es schnell zu Problem kommen, im schlimmsten Fall kann das Wasser kippen, oder man bekommt Schmieralgen ins Aquarium, eine echte Plage, die man nur mit Aufwand wieder in den Griff bekommt.

Durch regelmässige Wasserwechsel (alle 2-3 Wochen ca.30%),kann man dem gut entgegenwirken. Hat man das Glück und man kann Regenwasser sammeln, sollte man das auf jeden Fall verwenden, das ist am günstigsten und sagt den Tieren am meisten zu.

Die Filterauswahl

Geeignet sind alle Filter mit ordentlichem Filtervolumen.

Am liebsten sind mir immer noch Becken, die einen integrierten Kammerfilter haben, das ist zwar Oldschool, aber ich steh drauf. :-) Man kann die Kammern ordentlich mit Filtermaterial vollpacken,evtl. einen Luftsprudler in einer der Kammern installieren, die Pumpe selbst auswählen und  dadurch die Durchflussgeschwindigkeit selbst bestimmen. Solche Becken laufen sehr stabil.

Nach dem gleichen Prinzip funktionieren auch externe Filterbecken, da hat man aber das Problem, das das Becken einen Überlaufschacht haben muss. Hat man nämlich plötzlich Jungfische muss man die Pumpe im Filterbecken abstellen,damit die Jungen nicht in den Überlauf geraten. Beim intergrierten Kammerfilter macht mein einfach ein Stück grobe Filtermatte vor die Ansauglöcher und der Filter arbeitet wie gewohnt weiter.

 

Auch Außenfilter sind natürlich gut geeignet, wobei ich sagen muss, das ich davon komplett abgekommen bin. Ständig sind die Dinger verstopft und die Gefahr das man das Haus flutet, ist auch immer latent vorhanden, es mus nur mal eine Dichtung kaputt gehen. Auch vom Stromverbrauch her sind die großen Filter nicht gerade gering, wenn man einige Aquarien hat, fällt sowas schon ins Gewicht.

Auch hier ist die Gefahr groß, das Jungfische geschreddert werden, Abhilfe schafft in dieser Zeit eine Filterpatrone am Ansaugkorb.

Filterpatronen schützen Jungfische, erhätlich sind solche Patronen in Shops für Teichzubehör, oder natürlich bei Ebay.
Filterpatronen schützen Jungfische, erhätlich sind solche Patronen in Shops für Teichzubehör, oder natürlich bei Ebay.

Gut geeignet sind auch Hamburger Mattenfilter (HMF), diese können hinter der Matte noch zusätzlich mit Filtermaterial bestückt werden, auch einen Heizstab kann man darin unsichtbar unterbringen. betreiben kann man diese Filter entweder mit Lufthebern, wem das Geblubber allerdings zu nervig ist, kann auch eine kleine Pumpe verwenden.

Das einzige was man beachten sollte, den offenen Raum hinter der Filtermatte gut abdecken. Schlangenköpfe springen ja sehr gerne und finden ganz schnell heraus, das hinter der Matte ein sicherer Platz ist, an dem man völlig ungestört ist. :-) Das ist natürlich nervig, wenn man alle paar tage einen Fisch hinter der Matte rausfangen muss. 

 

Bei Becken mit kleinen Arten, oder Jungfischen verwende ich auch oft Aquaclear Rucksackfilter, diese bekommen über das Ansaugrohr auch eine Schnellfilterpatrone und innen werden sie ordentlich mit Siporax befüllt. Hat sich bewährt, funktioniert sehr gut und durch die Filterpatrone erreicht man auch eine recht lange Standzeit des Filters.

 

Nicht sonderlich geeignet sind Innenfilter, diese haben keine besonders gute biologische Filterleistung und beim Rausnehmen fließt der ganze Dreck aus den Filterpatronen wieder zurück ins Becken. 

Ich verwende keine herkömmlichen Innenfilter, habe mir aber einen Innenfilter gebastelt, der all diese Nachteile nicht hat. In der Rubrik Aquarienbasteleien stelle ich den Bau eines solchen günstigen und guten Innenfilters vor. Hier klicken und anschauen * Selbstbau Innenfilter *.